Schuld – die ungeliebte Schwester der Selbsterkenntnis

Eine Aufzeichnung des Hauptvortrages von Dr. med. Ursula Helle im Rahmen der Tagung "Ego-State Jubiläum" 2019 in Rottweil.

 

Eine kleine Hommage an die Schuld

Schuldgefühle sichern uns den Einblick in die gesellschaftlichen Regeln und erlernte Grenzen, Selbsterkenntnis den Einblick in unsere individuellen Bedürfnisse. Beide präzisieren die Pole, zwischen denen wir uns bewegen und zwischen denen wir unsere Entscheidungen zu mehr Zugehörigkeit oder Autonomie treffen. Lebensgeschichtlich wachsen wir aus der überlebensnotwendigen Zugehörigkeit in die Autonomie. Unsere Bedürfnisse an die soziale Gemeinschaft ändern sich damit fundamental. Wir müssen die Beziehung der beiden „Gefühlsschwestern“ ständig nachjustieren.
Schuldgefühle helfen uns essentiell, die Hilflosigkeit in den abhängigen Lebensphasen in ein „Ich-Potential“ zu transformieren. Das Schuldgefühl geht nicht ohne Ich-Bezug. „Ich bin Schuld“ heißt auch „Ich bin“ und ich kann vielleicht mit der Schuld irgendwie umgehen. Mit der Entdeckung dieses „Ich-Potentials“ kann sich eine Zeitperspektive entwickeln, wir können „Zukunfts-Ego-States“ formen, in die wir unser Potential projizieren und mit deren Hilfe wir später Rettung erfahren.

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